von Prof. Dr. Alexander Meng, Nervenfacharzt, Leiter des Österreichischen Arbeitskreises für Tuina-Therapie - ÖAT und  Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Akupunktur - ÖGA

Prof. Dr. Alexander Meng bietet seit über 40 Jahren die chinesische Heilmassage Tuina  als Weiterbildung für Ärzte, Medizinstudenten, Physiotherapeuten, Heil- und medizinische Masseure sowie für Sportmasseure an

Tuina (Tui = Schieben und Na = Greifen) ist eine sanfte und bei richtiger Anwendung ungefährliche Massagetechnik aus China.  Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist zu einem weltweit anerkannten Heil- und Präventionskonzept geworden. Bekannteste  Bereiche sind Akupunktur, Tuina, Qigong, Taijiquan und die Heilkräutertherapie. Für Tuina gibt es viele Einsatzmöglichkeiten. Bei Sportverletzungen und allen Erkrankungen des Bewegungsapparates hat man gute Erfahrungen gemacht. Bei psychosomatischen Beschwerden wie Schlafstörungen, Reizbarkeit und Erschöpfungszuständen ist der Einsatz dieser Therapie ebenso sinnvoll wie bei internistischen Erkrankungen z.B.  Asthma bronchiale, Reizdarm oder Bluthochdruck und in der Gynäkologie. Eine Therapiesitzung dauert zwischen 15 min und einer Stunde.

Tuina-Therapie ergänzt in idealer Weise eine physikalische, physiotherapeutische oder Akupunkturbehandlung und steigert deren Effizienz. Die aktive Mitarbeit des Patienten in Form der  Selbsthilfemethode ist  in der TCM erwünscht.  Unter Anleitung kann man lernen, wie man mit einfachen Massagegriffen (Akupressur) sich bei vielerlei Beschwerden selbst helfen kann.
Und natürlich ist Tuina wie jede andere Behandlung auch für den Wellnessbereich geeignet, um sich nach allen Regeln der chinesischen Massage durchwalken zu lassen.
TCM und Tuina sind ein fixer Bestandteil der Fachhochschul- Ausbildung zum Physiotherapeuten  im Allgemeinen Krankenhaus - Campus Wien. Auch  bei der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger steht TCM im Lehrplan. Die eigenständigen Berufsausbildungen „Tuina An Mo Praktik" und „Ayurveda-Wohlfühlpraktiker"  sind in Österreich seit 2009 gesetzlich in der Massage-Verordnung verankert.  Die Berufsbezeichnung  „Shiatsu Praktiker"  bzw. „Tuina Praktiker"  erfolgte bereits vor einigen Jahren.  All dies zeugt von hohem Interesse an fernöstlichen Medizin-Konzepten.

Einiges einer Tuina-Behandlung erinnert an die bei uns praktizierten Massagen, anderes kennt man vielleicht so ähnlich aus der Akupunkt-Massage nach Penzel, aus manualtherapeutischen Methoden, der Osteopathie oder Chiropraktik,  von der Akupressur, dem Shiatsu oder von einer Triggerpunktbehandlung. Das Besondere an Tuina ist jedoch der ganzheitliche Ansatz. Mit Tuina behandelt man nicht isoliert lokale Bewegungseinschränkungen, sondern wird immer darum bemüht sein, die Funktion „Energie" (Qi) im Körper wieder in Ordnung zu bringen, Yin und Yang auszugleichen und den Körper bei seiner Autoregulation  zu unterstützen.

Tuina wurde in Österreich  vor rund 40 Jahren im Rahmen des Ludwig Boltzmann Instituts für Akupunktur und der Österreichischen Gesellschaft für Akupunktur als Weiterbildung für  Physiotherapeuten, Ärzte und Masseure angeboten. Weil das Interesse an dieser Behandlungsmethode stark gestiegen ist, fanden Ausbildungsgänge auch in Deutschland und der Schweiz statt. Ein Österreichischer Arbeitskreis für  Tuina  wurde 1976 gegründet. Das erste Lehrbuch für Tuina-Therapie kam 1981 von Alexander Meng im Haug Verlag heraus. Derzeit befindet sich das Buch in der 6. Auflage. Seit den  Anfängen haben an die 5000 Kursteilnehmer die Basisausbildung bzw. auch Weiterbildungen besucht. Nationale und internationale ReferentInnen ermöglichen Einblicke in  die unterschiedlichsten Facetten der Medizin. Unser regelmäßiges Weiterbildungsangebot in Form von Sonderkursen ermöglicht es, Ihre Behandlungskompetenz zu erweitern und zu vertiefen um ihre Praxis erfolgreich zu führen.

Intensive berufsbegleitende Ausbildung beim Österreichischen Arbeitskreis für Tuina-Therapie (ÖAT)

1. Berufsbegleitende  Tuina - Basisausbildung:  an 2 Wochenenden (jeweils Samstag und Sonntag)

2. Sonderkurse mit Spezialthemen für die Praxis (ein Wochenende bzw. nur ein Samstag)